
Lea-Maribel Redmann verfügt über mehr als 30 Jahre Berufserfahrung. Sie hat in der Projektion eines IMAX-Kinos gearbeitet, als Servicekraft in unterschiedlichsten Restaurants Menschen bedient und als Kassenaufsicht Mitarbeiter geleitet. Als Mediengestalterin hat sie darüber hinaus Einblicke in eine Vielzahl von Unternehmensstrukturen gewonnen.
In all diesen Stationen suchte sie nach Schnittmengen. Nach Gemeinsamkeiten, die so unverwechselbar sind wie keine anderen. Die Fragen, die sie dabei begleiteten, waren vielfältig. Warum entsteht so viel Fluktuation? Was kostet das ständige Rekrutieren neuer Mitarbeiter, vom Platzieren einer Stellenanzeige bis zu dem Moment, an dem ein Neuling selbstständig arbeiten kann? Wie kann man Menschen dafür begeistern zu bleiben und einem Unternehmen einen Mehrwert zu bieten? Und das langfristig.
Die Antworten liegen selten dort, wo man sie vermutet.
Eine Bestellliste, die jahrzehntelang ausgedruckt wurde, wird digitalisiert. Das Ziel ist klar: Papier, Toner und Druckerkapazitäten reduzieren. Die Bestellung soll künftig digital erfolgen, mittels Barcode-Scan auf einem Gerät, das die Bestellung direkt auslöst. Die Idee ist gut. Sie soll den Ablauf günstiger und schneller machen. Solange jedoch ein Tablet fehlt, wird das Dokument wieder zu Papier gebracht, ausgedruckt und verursacht genau die Kosten, die es eigentlich vermeiden sollte. Eine Variable. Ein Scheitern.
Eine Führungskraft hat eine Vision. Mehr Teamzusammenhalt, mehr Resilienz, mehr Miteinander. Die Vision wird delegiert, weitergegeben, kommuniziert. Klassisch, so wurde es immer schon gemacht. Was die Geschäftsleitung nicht sieht: eine einzige Führungskraft, die diese Vision nicht wirklich trägt, reicht aus um die gesamte Umsetzung zum Scheitern zu bringen. Der Optimist ist sichtbar. Der Zweifler nicht. Und solange niemand fragt, wie der Erfolg dieser Veränderung gemessen werden soll, bleibt die Frage ungestellt.
Was unsichtbar bleibt, kostet. Lea-Maribel Redmann macht es sichtbar.